Archive for Juni 2013

Medikamente – Korruption in Zulassung und Vermarktung

23.06.2013

Das Beispiel der USA hier anhand der FDA erkrlart ist sicher ähnlich in Europa.

http://mises.org/media/7780/Drugs-The-Good-The-Bad-and-The-Ugly

Die wichtigsten Headlines:

  • Es sterben mehr Menschen an Nebenwirkungen und Überdosierungen von FDA zugelassenen Medikamenten als von verbotenen Drogen.
  • Die FDA als Zulassungsbehörde ist einzig und allein durch interne Bürokratische Anreize kontrolliert.

Was sind gute, schlechte und hässliche Medikamente

  1. Gute Medikamente sind solche die über den freien Markt reguliert werden. Diese sind billig und häufig sehr effektiv. (zB. Aspirin, Magnesium-Supplemete).
  2. Schlechte Medikamente sind solche die nur über den Schwarzmarkt reguliert werden. Diese sind teuer und werden oft mit negativen Folgen konsumiert.
  3. Hässliche Medikamente sind solche, die über die Bürokratie der Zulassung gegangen sind.

Evidenzbasierte Blutzuckermessung

19.06.2013

Eine kürzliche in San Francisco vorgestellten Studie konnte zeigen, dass Blutzuckerselbstmessung langfristig die Diabeteseinstellung verbessert. Das wundert eigentlich niemand. Im Gegenteil, dass lässt sich für jeden schon mit simpelster Logik herleiten. Der gesunde Körper misst laufend den Blutzucker und passt entsprechend die Insulindosis an. Je näher man den Patienten mit künstlichen Mitteln an diesen gesunden Normalzustand bringt, desto besser. Dennoch in unserer von Irrationalität, man könnte auch sagen Dummheit, beherrschten Welt muss eine evidenzbasierte Studie her, die das auch wirklich belegt. Erst dann ist es den administrativen Stellen tatsächlich möglich auch die Kosten zu bezahlen.

Wem es tatsächlich logisch erscheint, dass man einen medizinisch völlig plausiblen Sachverhalt evidenzbasiert nachweisen muss, bevor man ihm Gesetzeskraft verleiht, der wir mir bestimmt auch erklären können, warum es auf der anderen Seite keine evidenzbasierte Studie dazu gibt, dass die Blutzuckereinstellung bei denjenigen Patienten und Praxen am besten läuft, wo die Messgeräte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zB. regelmäßig in einem Ringversuch geprüft werden. Plausibel ist das nicht, denn der Diabetiker benötigt nur eine ungefähre Vorstellung, ob sein Blutzucker hoch oder niedrig ist um entsprechend zu reagieren. Ein paar Prozent Abweichung nach oben oder unten spielt da kaum eine Rolle.  Aber Logik zählt wie immer in der Politik nicht und evidenzbasierte Medizin in solchen Fällen offensichtlich auch nicht. Also Willkür?

Ich erinnere mich an eine Diabetes-Fortbildung, wo uns so ein dicker Laborarzt, anhand schöner Kurven erklärte wie schrecklich doch nach einiger Zeit die Messwerte von Blutzuckermessgeräten von dem tatsächlichen Laborwert abweichen. Diese Untersuchungen mögen durchaus stimmen, nur den Beweis, dass sich dies auch auf die Diabetesbehandlung oder besser noch auf das Überleben und die Lebensqualität der Patienten auswirkt, diesen Beweis blieb uns der Kollege Laborarzt schuldig. Mit diesen Diagrammen tourten die Laborärzte durchs Land und überzeugten die regulationsversessenen Politiker. Es wurde strenge Regeln der Qualitätskontrolle eingeführt.

Sicher es ging um viel Geld. Die Laborärzte konnten über diesen Hebel die Laborleistungen monopolisieren. Ich kenne mindestens zwei Kollegen, die sicherlich ein ausgezeichnetes Labor betrieben hatten, aber denen die Laborärzte mit solcher staatlichen Macht das Labor kaput machen konnten.

Daran musste ich denken als nun ein Schreiben unseres Labors auf meinen Tisch flatterte in dem die Laborärzte um Solidarität und Unterstützung baten. Hier kann ich nur das wiederholen, was ich schon bei der Transplantation bemerkt habe. In einer autokrativen Gesellschaft entsolidarisieren sich die Mitglieder. Weil sie größere Vorteile darin sehen sich bei der Administration einzuschmeicheln, werden die Partner und Kollegen vergessen oder sogar mit den Ellenbogen ausmanövriert. Genau das haben die Laborkollegen nämlich seit Jahren getan. Die Einsicht, dass sie vielleicht doch auch ihre Kollegen brauchen könnten, kommt zu spät.